Andrea Petkovic ist Weltranglisten-Zehnte im Damentennis und Trägerin des Best Newcomer Human Brand Awards 2011:
Jon Christoph Berndt®: Sie kennen Marken aus Ihrem Alltag. Welche Eigenschaften sollte Ihrer Meinung nach eine wirklich starke Marke haben, damit sie überhaupt die Chance hat, dauerhaft am Markt zu sein?
Andrea Petkovic: Eine starke Marke hat einen Wiedererkennungswert – etwas, dassich von anderen Marken abhebt, heraussticht und dem Betrachter im Kopf bleibt. Negativ oder positiv.In Amerika habe ich eine Werbung von Dairy Queen gesehen, das ist eine Fastfood-Kette mit Joghurts, bei der ich schallend gelacht habe. Da erzählt ein Mensch mit Schnurrbart ganz sinnlose Sachen. Danach ist mir jedes Mal, wenn ich das Produkt gesehen habe, die Werbung eingefallen.
Jetzt mal ungesponsert: Welche Klamotten, welches Auto, welche Schokolade haben Sie am liebsten?
Ich trage sehr gerne Drykorn. Die sind ein Mischling aus klassisch und modern. Die Sachen gefallen mir. Bei Autos habe ich tatsächlich sofort Porsche im Kopf. Einfach, weil die Tennis so sehr unterstützen. Und das ist das, was ich liebe. Schokolade esse ich momentan nicht, ich muss ja leider auf meinen Körper achten. Aber wenn, ist Kinderschokolade ganz vorne dabei.
Kann denn auch ein Mensch eine starke Marke sein?
Ich denke schon. Für mich sind die Menschen die stärksten Marken, die authentisch rüber kommen. Bei den Sportlern sind das Sebastian Vettel und Dirk Nowitzki. Wenn ich ein Unternehmen hätte, wären die für mich die erste Wahl im Sponsoring. Die waren vor fünf Jahren genauso wie jetzt und trotzdem bringen sie etwas Starkes und Champion-mäßiges rüber. Gleichzeitig sind sie ehrlich zu sich selbst. Das ist das Wichtigste, weil die Leute das einfach spüren, ob man eine Rolle spielt oder echt ist.
Die Jury der Best Human Brands Awards hat auch über Sebastian Vettel diskutiert, was den Newcomer Award angeht. Weshalb hat sie sich wohl für Sie entschieden?
Habe ich Sebastian Vettel ausgeknockt? Yeees! Warum weiß ich nicht. Das muss mir die Jury erklären.
Haben Sie, etwas ganz Besonderes, eine Herausstellung, die Sie besonders macht – einmal abgesehen von Ihrem fabelhaften Tennis?
Ich habe viele andere Interessen und keine Angst davor, sie auch auszuleben.Ich studiere Politikwissenschaften. Außerdem mache ich leidenschaftlich gerne Videos, wenn ich auf Tour bin und spiele. In meinem Kopf haben sich schon immer Filme abgespielt. Jetzt habe ich die Möglichkeit, Geschichten zu erzählen. Das sind sicherDinge, die mich von den anderen Tennisspielern abheben. Wenn man das tut, was einem Freude macht, dann muss man sich nicht verstellen.
Welcher ist denn der Gesellschaftsbeitrag von Andrea Petkovic?
Was ich den Menschen mitgebe, ist meine riesengroße Freude und der Spaß am Leben. Auch wenn es mal blöd läuft, liebe ich alles daran. Das versuche ich mit den Menschen zu teilen. Man sollte versuchen, jede Minute seines Lebens Spaß zu haben.
Welcher Politiker ist denn für Sie eine starke Marke. Und warum?
Es gibt einen einzigen, den ich für immer bewundern werde, und der ist Helmut Schmidt. Er ist derjenige, der sich immer treu war, der gegen seine eigene Partei und alle anderen rebelliert hat. Zehn Jahre später haben dann alle gesagt: „Ja, der Schmidt hatte eigentlich recht.“ Er raucht trotz Raucherverbot und setzt sich in die Talkshows und antwortet dort nur mit ja oder nein, obwohl er genau weiß, dass genau das nicht von ihm erwartet wird. Auch deswegen wird er immer mein Lieblingspolitiker bleiben.
Helmut Schmidts Markenzeichen ist die Zigarette. Und Ihres?
Der Petko-Dance.Das ist mein kleines Siegestänzchen, das ich aufführe, wenn ich gewinne.
Haben Sie in Ihrem jungen Leben schon alles erreicht?
Ich habe noch ganz viele Ziele. Als Tennisspielerin habe ich mein Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Da kann ich tausend Sachen verbessern. Das hat mehr was mit dem Spiel auf dem Platz zu tun als mit Ranglisten und Turnieren. Und als Mensch glaube ich wirklich, dass ich noch sehr naiv und idealistisch bin, und dass sich das irgendwann ändern wird. Aber das gehe ich ganz langsam an.
Die Best Human Brands Awards® 2011 wurden von der brandamazing: Markenberatung, München, und Human Branding am 23. November 2011 in Düsseldorf verliehen an Andrea Petkovic, Mario Adorf, Ina Müller und Ernst Prost. www.brandamazing.com www.human-branding.de
Pressekontakt: Anna Weileder, Fon 089 2158186-13, weileder@brandamazing.com
Abdruck, auch auszugsweise, honorarfrei. Beleg erbeten.
Für die Best Human Brands Awards®: Copyright © 2011 brandamazing: GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Ernst Prost ist Geschäftsführender Gesellschafter von Liqui Moly in Ulm und Träger des Best Male Human Brand Awards 2011:
Jon Christoph Berndt®: Welche Eigenschaften sollte eine wirklich starke Marke heutzutage haben, damit sie dauerhaft am Markt besteht?
Ernst Prost: Eine wirklich starke Marke ist eine, nach der die Kunden verlangen. Marken sind wie Sterne und Sonnen: Sie weisen den Weg, erzeugen Wärme und halten über ihre Anziehungskraft in geordneten Bahnen zusammen, was zusammen gehört. Marken weisen Charaktereigenschaften auf. Eine Marke kann kantig sein oder frech – wichtig ist, dass ihre Eigenschaften zu ihr passen und sie unverwechselbar machen. Diese Unverwechselbarkeit ist das entscheidende Element. Marken können selbst Charaktere sein, Persönlichkeiten, unverwechselbare Individuen. Und Persönlichkeiten können Marken sein.
Inwiefern kann ein Mensch tatsächlich eine solche nachhaltig starke Marke sein?
Wenn ein Mensch für eine bestimmte Art und Weise oder für Überzeugungen steht, mit der andere zuvorderst seine Person verbinden, dann ist ein Mensch eine nachhaltig starke Marke. Auch das Aussehen oder Begriffe können dazu beitragen wie beispielsweise Glasnost und Perestroika zur Marke des ehemaligen russischen Präsidenten Michail Gorbatschow oder das kantige Gesicht eines Fernandel, der den Don Camillo in den gleichnamigen Filmen verkörpert hat. Wenn einem bei einem bestimmten Begriff eine ganz bestimmte Person vor Augen schwebt, dann ist dieser Mensch eine Marke.
Wie muss eine solche Human Brand beschaffen sein?
Um eine Human Brand zu sein, muss man aus der Masse hervorstechen, so wie sich auch Produktmarken abheben. Das wiederum setzt, neben glücklichen Fügungen, Willensstärke voraus. Man muss Freude an seinem Tun haben und einen Sinn darin sehen. Der Mensch muss diese Marke leben. Das kann eine Kunstfigur wie Lady Gaga sein oder eben jemand, der so ist, wie er ist. Man darf sich nicht verbiegen lassen, sondern muss seinem Weg folgen.
Haben Sie einige Beispiele für solche Persönlichkeiten, und was zeichnet sie aus?
Altkanzler Helmut Schmidt ist eine solche Persönlichkeit. Sein Scharfsinn zeichnet ihn genauso aus wie seine messerscharfe Kritik. Peter Ustinov verbinde ich mit künstlerischer Vielseitigkeit und Brillanz sowie mit hohem sozialpolitischem Engagement. Eine Mutter Theresa war und ist ein Symbol für Aufopferungsbereitschaft. Mahatma Gandhi steht für Gewaltlosigkeit und Zivilcourage.
Sie engagieren sich gesellschaftlich mit der Ernst-Prost-Stiftung: Warum machen Sie das? Was macht die Stiftung?
Beruflich habe ich viel erreicht. Seit einiger Zeit fühle ich einen unbändigen Drang, darüber hinaus etwas Vernünftiges zu unternehmen. Motorenöle und Additive herstellen und verkaufen sichert die Arbeitsplätze meiner beinahe 600 Mitunternehmer. Das ist sehr wichtig – unddennoch: Ich möchte mehr, im wahrsten Sinne des Wortes Sinn stiften und helfen, wo keiner hilft.Die Stiftung ist eine mildtätige und gemeinnützige Institution, die unverschuldet in Not geratenen Menschen Unterstützung gewährt. Neben der Hilfe für den Einzelnen ist der Stiftungszweck auch auf den gemeinnützigen Bereich ausgedehnt. Dazu zählen im Besonderen das öffentliche Gesundheitswesen, die Jugend- und Altenhilfe, Erziehung, Volks- und Berufsbildung, das Wohlfahrtswesen und die Hilfe für Verfolgte, Behinderte und Opfer von Straftaten. Ein weites Feld, denn die Not hat viele Gesichter.
Besonders am Herzen liegt Ihnen bei Liqui Moly die Erhaltung und Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Welchen Beitrag leisten Sie ganz konkret dazu?
Wir produzieren in Deutschland, erhalten und schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, zahlen hier unsere Steuern und Sozialabgaben, kommen ohne Subventionen aus und leisten auf diese Weise einen wertvollen Beitrag für diese Gesellschaft. Liqui Moly gibt den Menschen Perspektive und eine berufliche Heimat. Nur so kann ein Gemeinwesen wie ein Staat auf Dauer existieren.
In wenigen Worten: Welcher ist der nachhaltige Beitrag zur Gesellschaft der Human Brand Ernst Prost?
Mein ziviler Ungehorsam, der mir verbietet, alles unkommentiert hinzunehmen. Wenn ich Unrecht sehe, kann ich nicht tatenlos bleiben. Ich unternehme etwas, das ist ein typisches Charakteristikum für einen echten Unternehmer.
Die Best Human Brands Awards® 2011 wurden von der brandamazing: Markenberatung, München, und Human Branding am 23. November 2011 in Düsseldorf verliehen an Andrea Petkovic, Mario Adorf, Ina Müller und Ernst Prost. www.brandamazing.com www.human-branding.de
Pressekontakt: Anna Weileder, Fon 089 2158186-13, weileder@brandamazing.com
Abdruck, auch auszugsweise, honorarfrei. Beleg erbeten.
Für die Best Human Brands Awards®: Copyright © 2011 brandamazing: GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Presseinformation: Best Human Brands Awards® 2011
23. November 2011, Düsseldorf – zeichnet nachhaltige Human Brands aus
Am Abend des 23. November hat die brandamazing: Markenberatung in Düsseldorf erstmals die Best Human Brands Awards® verliehen. Das Goldene ®, mit dem nachhaltige Marken-Persönlichkeiten für ihr vorbildhaftes Handeln ausgezeichnet werden, ging an Ina Müller, Andrea Petkovic, Mario Adorf und Ernst Prost. Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Simon, Chairman von Simon-Kucher & Partners, Bonn, feierten 250 Award-Gäste im Van der Valk Airporthotel bis tief in die Nacht.
Die Best Human Brands Awards® zeichnen die wahren Human Brands des Alltags aus. Award-Initiator und Human Branding-Erfinder Jon Christoph Berndt®, Geschäftsführer der brandamazing: Markenberatung, München: „Die preiswürdige Human Brand prägt ihre profilierte Erscheinung und Wirkung, besonders aufgrund der exponierten Rolle ihres Trägers in der Gesellschaft. Diese Rolle ist eine dienende Rolle: Die Persönlichkeit ist sich ihrer Vorbildfunktion bewusst. Sie investiert ihre privilegierte Stellung darin, andere daran teilhaben zu lassen und davon zu profitieren.“
Die Kategorien und Preisträger 2011:
- Andrea Petkovic, Tennis-Weltranglisten-Zehnte, als Best Human Brand Newcomer
- Ina Müller,ARD TV-Gastgeberin, als Best Female Human Brand
- Ernst Prost, Liqui Moly Standort-Deutschland-Sicherer, als Best Male Human Brand
- Mario Adorf,Human Brand Nr. 1, als Best Human Brand Lifework.
Die hochkarätig besetzte Jury aus unterschiedlichen Bereichen der beruflichen und privaten Auseinandersetzung mit herausragenden Persönlichkeiten entschied auf der Grundlage qualitativer Verfahren. Bei der Bewertung und Preisvergabe stehen die Kriterien, die eine starke Persönlichkeit ausmachen, im Vordergrund. Um diese zu erfassen und vergleichbar zu machen, bewertet die Jury in einem transparenten Procedere auf der Basis klarer Kriterien und Punktevergaben. Maßgeblich ist vor allem, dass die preiswürdige Human Brand im Jahr der Preisvergabe explizit in dem Sinne aufgefallen ist, dass
- sie sich herausragend und vorbildhaft profiliert hat und
- der Anlass dafür und seine Auswirkungen konkret zu benennen und für die Öffentlichkeit eindeutig nachvollziehbar sind.
Der Schirmherr Prof. Hermann Simon: „Starke Persönlichkeits-Marken sind so wichtig wie die markenstarker Unternehmen und Organisationen: Es sind die Menschen, die vorausgehen. Einige unter ihnen geben uns dabei besonderen Halt, in unsteter Zeit. Sie machen Mut und sind uns wahre Vorbilder. Wer sich den wirklich wichtigen Aufgaben in unserer Gesellschaft derart widmet und sie so substanziell wie nachhaltig löst, hat eine Auszeichnung verdient. In diesem Sinne freue ich mich, als Schirmherr für die Best Human Brands Awards® 2011 zu stehen.“
Um der Markenstärke der ausgezeichneten Persönlichkeiten weiteren Nachdruck zu verleihen, hatte das Kölner Rheingold Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen die Best Human Brands „auf die Couch gelegt“ und tiefenpsychologisch untersucht. Die Ergebnisse brachte Moderator Stephan Grünewald, Geschäftsführer des Rheingold Instituts, so gekonnt wie launig auf den Punkt.
Jon Christoph Berndt® von brandamazing: ist sich sicher, mit den Best Human Brands Awards eine gesellschaftlich relevante Nische besetzt zu haben, die in die Zeit passt: „Wir freuen uns bereits jetzt auf die Best Human Brands Awards® im Herbst 2012. Die Jury tagt bereits in den nächsten Wochen.“